Squishy aus Schaumstoff selber machen: das Grundrezept Schritt für Schritt

Squishy aus Schaumstoff selber machen: das Grundrezept Schritt für Schritt

Veröffentlicht am Squishies

#Anfänger#Techniken

Einen Squishy zu Hause zu machen ist einfacher, als es aussieht: Mit einem weichen Schaumstoff, Schere, Farbe und etwas Geduld beim Trocknen baust du deinen ersten an einem Nachmittag. Das hier ist das Grundrezept, das wir als Ausgangspunkt für alle anderen Projekte des Blogs benutzen — beherrsche es, und der Rest wird zur Variation.

Materialien, die du brauchen wirst

Meide harte Verpackungsschäume (Styropor taugt nicht) und Schwämme mit Scheuerseite. Je langsamer der Schaumstoff nach dem Drücken zurückkommt, desto besser das Gefühl am Ende.

Schritt 1 — Form aufzeichnen und ausschneiden (15 Minuten)

Fang mit einer einfachen, „molligen" Form an: Brötchen, Tropfen, Wolke oder Würfel. Formen mit dünnen Teilen — Ohren, Griffe, Spitzen — reißen leicht und frustrieren beim ersten Projekt. Wenn du Ideen brauchst, haben wir eine Liste einfacher Formen für Anfänger.

Schritt 2 — Formen und abrunden (15 bis 30 Minuten)

Steht die Silhouette, runde die Kanten ab, indem du flache Späne im Winkel abschneidest, wie beim Trimmen. Für ein glatteres Finish geh mit dem feinen Schleifpapier in sanften Kreisbewegungen darüber — der Schaumstoff krümelt, also mach das über Zeitungspapier und weg vom Gesicht.

Drück das Stück beim Formen ab und zu: Das ist der echte Test dafür, wie sich der Squishy verhalten wird. Ist eine Stelle zu dicht geraten, mach sie ein wenig dünner.

Schritt 3 — Farbe anmischen (5 Minuten)

Pure Acrylfarbe neigt dazu, eine harte Kruste zu bilden, die reißt, wenn der Squishy gedrückt wird. Die Mischung, die auf Schaumstoff gut funktioniert, ist:

Der Leim macht die Farbschicht elastisch, und das Wasser hilft ihr, in den Schaumstoff einzuziehen, statt nur die Oberfläche zu bedecken. Gut verrühren, bis alles homogen ist, ohne Klümpchen.

Schritt 4 — In dünnen Schichten bemalen (hier liegt das Geheimnis)

Trag die erste dünne Schicht auf, alles bedeckend, und lass sie komplett trocknen — an einem trockenen Tag 1 bis 2 Stunden, an einem feuchten können es 4 werden. Danach kommt die zweite Schicht. Zwei oder drei dünne Schichten werden viel besser als eine dicke, die außen austrocknet, innen feucht bleibt und später reißt.

Goldene Regel: Wenn die Oberfläche beim Antippen noch klebt oder sich am Finger kalt anfühlt, ist sie nicht trocken. Warte länger.

Details wie Augen, Wangen und Konturen kommen zuletzt, mit weniger verdünnter Farbe und feinem Pinsel. Für Farbtechniken, Farbverläufe und flexiblen Lack steht die komplette Anleitung in Squishies bemalen und versiegeln.

Schritt 5 — Endaushärtung (24 Stunden)

Auch wenn er sich trocken anfühlt: Lass den Squishy 24 Stunden ruhen, bevor du richtig drückst. In dieser Zeit härtet die Farbe im Inneren fertig aus; zu früh zu drücken ist die Ursache Nummer eins für frühe Risse — und einer der häufigsten Fehler von Anfängern.

Test und Feinschliff

Nach der Aushärtung drück langsam und beobachte:

Kein erster Squishy wird perfekt, und das ist völlig in Ordnung: Stück Nummer drei ist meist so viel besser als Nummer eins, dass man es kaum wiedererkennt.

Die Zeiten im Überblick

Plane es als Wochenendprojekt: samstags formen und bemalen, sonntags spielen.

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Willst du über das Grundrezept hinaus? Wir arbeiten am Ebook Squishy selber machen, einem kompletten Guide, der alle Techniken des Blogs in Kapiteln ordnet, vom Zuschnitt bis zum professionellen Finish. Er ist noch in Arbeit — abonniere den Blog, um dranzubleiben und zu erfahren, wann er fertig ist.

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